Eine Etagenuntersuchung mittels Blutabnahme über einen in der Leiste eingeführten Katheter direkt an Nebenschilddrüse lieferte ein unerwartetes Ergebnis: Dort war der Wert vollkommen in Ordnung! Aber eine Bestimmung des Parathormons über eine normale Blutentnahme in einer Armvene zeigt, dass der Wert viel zu hoch war! Das bedeutete, dass augenscheinlich die Nebenschilddrüsen im Hals in Ordnung sind und irgendwo anders noch ein Gewebe vorhanden sein muss, dass unkontrolliert Parathormon produziert.
Nach ungezählten Röntgen- und MRT- Untersuchungen dann der Durchbruch: Im August 2025 wurde hinter dem Brustbein im Bereich des Thymus ein fünftes, etwa 3 Millimeter großes Gewebestück entdeckt, dass ebenfalls Parathormon ausschüttete und die Diskrepanz der unterschiedlichen Blutwerte zwischen Hals- und Armvene erklären konnte. Eine nachfolgende Operation im Dezember 2025 in der Uniklinik in Köln entfernte mittels eines Da Vinci Operationssystems den Thymus retrosternal samt umliegendem Gewebe. Eine anschließende pathologische Untersuchung bestätigte, dass dort ein Nebenschilddrüsenadenom unkontrolliert Parathormon ausgeschüttet hat.
Nur 4 Wochen später waren die meisten Blutwerte wieder auf dem Weg „Back to normal“. Vor allem das Parathormon und damit auch der Kalzium- und Phosphatspiegel waren schon nach wenigen Tagen wieder im Normbereich. Es folgten Ernährungsumstellung (Verzicht auf Zucker und Alkohol), Gewichtsabnahme (mit Hilfe einer Abnehmspritze) sowie verstärkte Bewegung und Belastung. Wenn ich vorher keine 200 Meter am Stück mehr gehen konnte, ohne mich hinsetzen zu müssen, waren es bald wieder 2, 3, 4, 5 Kilometer am Stück. Schon im Juli 2025 bin ich die große Siebengebirgswanderung mit 25 Kilometern gewandert. Nicht ohne Probleme und nicht ohne Schmerzen. Aber ich habe mich durchgebissen und sie in etwas über 8 Stunden geschafft!

